Konzernlagebericht_Unterkapitel_B_Head

nachtragsprognosebericht

Nachtragsbericht

Nach dem Bilanzstichtag hat es keine Ereignisse gegeben, die eine wesentliche Auswirkung auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage haben.

Prognosebericht

Weltkonjunktur
Das Institut für Weltwirtschaft (IfW) geht in seiner Winterprognose 2015 davon aus, dass die globale Produktion im Jahr 2016 um 3,4% wachsen wird. Damit hat das Institut die Vorhersage vom September 2015 um 0,3%-Punkte nach unten korrigiert. Für 2017 erwartet das IfW einen Anstieg des weltweiten Bruttoinlandsprodukts (BIP) um 3,8%.

Die Dynamik der konjunkturellen Entwicklung der fortgeschrittenen Volkswirtschaften soll sich in den kommenden zwei Jahren erhöhen: So rechnet das Institut hier mit einem Anstieg des BIP um jeweils 2,5% in 2016 und 2017. Treiber dieses Wachstums seien dabei vor allem die weiterhin expansive Geldpolitik, der zunehmende Wegfall hemmender Einflüsse der Finanzpolitik sowie der niedrige Ölpreis. Während die Vereinigten Staaten mit einem prognostizierten BIP-Wachstum von 2,8% (2016) bzw. 3% (2017) voraussichtlich ein für die Ländergruppe überdurchschnittliches Wachstum erzielen werden, sollen die Werte für den Euroraum bei 1,7% bzw. 2,0% liegen.

Die Expansion in den Schwellenländern wird vorerst weiter durch niedrige Rohstoffpreise und strukturelle Probleme gedämpft. Zwar soll sich die Konjunktur insgesamt allmählich stabilisieren, doch wird ihr Beitrag zur weltweiten wirtschaftlichen Expansion weiter hinter den in den Vorjahren verzeichneten Werten zurückbleiben.

Risiken für die weltwirtschaftliche Entwicklung sieht das IfW vorrangig in geopolitischen Entwicklungen und Turbulenzen an den Finanzmärkten. Insbesondere eine Verschärfung der Situation im Nahen und Mittleren Osten könnte zu Verunsicherungen bei Verbrauchern und Investoren führen und dem prognostizierten allmählichen weltwirtschaftlichen Aufschwung entgegenstehen.

Zudem könnten Anspannungen an den Finanzmärkten – etwa im Zusammenhang mit Zinsanhebungen in den Vereinigten Staaten – auf die Realwirtschaft ausstrahlen und die Dynamik der Weltwirtschaft dämpfen.

PUMA wird auch im Jahr 2016 in Marketing investieren, um seine Markenpositionierung weiter zu stärken. Darüber hinaus werden die Investitionen in den Ausbau der eigenen Einzelhandelsgeschäfte sowie die Optimierung der IT Infrastruktur fortgesetzt werden, um die Effizienz interner Prozesse weiter zu verbessern und das Unternehmen künftig noch schneller und schlanker zu machen. Im Fokus unserer Vertriebsstrategie stehen dabei auch weiterhin die Entwicklung innovativer Produkte sowie die enge Kooperation mit wichtigen Handelspartnern.

Die „Forever Faster“-Markenkampagne wird 2016 fortgesetzt und von spannenden Produkteinführungen und neuen Partnerschaften mit weltweit bekannten Markenbotschaftern begleitet werden.

2016 verspricht ein ereignisreiches Jahr mit bedeutenden Sport-Events zu werden, die PUMA zur Stärkung seiner Positionierung als Performance-Marke nutzen wird. In der Kategorie Fußball wird PUMA bei der UEFA Euro 2016 durch Italien, die Tschechische Republik, die Slowakei, Österreich und die Schweiz vertreten sein. Zudem stellt die Copa América in den Vereinigten Staaten ein weiteres aufmerksamkeitsstarkes Ereignis dar, auf dem PUMA seinen Fokus auf Sport demonstrieren wird. Auch die olympischen Sommerspiele in Rio de Janeiro sind für PUMA eine wichtige Plattform, um die Markenpräsenz durch den schnellsten Mann der Welt, Usain Bolt, und viele weitere Weltklasse-Athleten und -Teams zu erhöhen.


Ausblick

Seit Herbst 2014 haben wir kontinuierlich in unsere „Forever Faster“ Markenkampagne investiert, um PUMA als schnellste Sportmarke der Welt zu positionieren. Im Zentrum der Kampagne stehen PUMAs bekannteste Markenbotschafter – der schnellste Mann der Welt, Usain Bolt, Stürmerstar Sergio Agüero, Golfprofi Rickie Fowler, der Topverein Arsenal London, Borussia Dortmund, die Olympischen Verbände von Jamaika und Kuba sowie die mit zahlreichen Platin-Alben ausgezeichnete Künstlerin, Designerin und Unternehmerin Rihanna. Sie alle haben maßgeblich dazu beigetragen, PUMAs Markenbegehrtheit und den Abverkauf unserer Produkte 2015 zu steigern.

Angesichts eines deutlich verbesserten Produktangebots, einer optimierten Beschaffung und höheren Investitionen in Marketing gehen wir für 2016 von einem soliden Umsatzwachstum und einer ersten Verbesserung der Profitabilität aus. Somit wird für das Gesamtjahr 2016 ein währungsbereinigter Anstieg der Umsatzerlöse im hohen einstelligen Prozentbereich erwartet. Wir gehen von einer Rohertragsmarge auf dem Niveau des Vorjahres (45,5%) aus, da Gegenmaßnahmen geplant sind, um die negativen Einflüsse der Entwicklung der Fremdwährungskurse 2016 im Vergleich zu 2015 auszugleichen.

Es wird erwartet, dass die operativen Aufwendungen in einem mittleren bis hohen einstelligen Prozentbereich ansteigen. Die zwei wichtigsten sportlichen Großereignisse in diesem Jahr sind die Fußball- Europameisterschaft in Frankreich und die Olympischen Spiele in Rio. Diese erfordern erhöhte Marketingaufwendungen und auch die Investitionen in die Modernisierung unserer eigenen Einzelhandelsgeschäfte werden weiter fortgesetzt. Außerdem tragen die anhaltenden Investitionen in die Verbesserung der IT-Infrastruktur von PUMA zu einem Anstieg der operativen Aufwendungen bei. Zugleich legt das Management weiterhin einen starken Fokus auf die konsequente Kostenkontrolle der übrigen operativen Aufwendungen.

Bei dem derzeitigen Wechselkursniveau erwartet das Management von PUMA für 2016 eine Verbesserung des operativen Ergebnisses gegenüber dem Vorjahr. Die Prognose des operativen Ergebnisses (EBIT) für das Gesamtjahr 2016 liegt in einer Bandbreite zwischen € 115 Mio. und € 125 Mio. Ebenso wird eine entsprechende Verbesserung des Konzerngewinns erwartet.


Investitionen

Für 2016 sind Investitionen in einer Höhe von rund € 80 Mio. geplant. Der wesentliche Teil betrifft dabei Investitionen in die Infrastruktur, um die operativen Voraussetzungen für das geplante langfristige Wachstum zu schaffen, sowie den Ausbau unserer Kernmärkte und selektive Investitionen in Einzelhandelsgeschäfte.

Darüber hinaus bestehen kurzfristige Kaufpreisverbindlichkeiten aus Unternehmenserwerben, die 2016 voraussichtlich zu einem Mittelabfluss von € 3,0 Mio. führen werden.


Grundlage für langfristiges Wachstum

Die Geschäftsführenden Direktoren und der Verwaltungsrat haben die langfristigen strategischen Prioritäten gesetzt. Die Umsetzung der Maßnahmenpläne erfolgt zielgerichtet und wertorientiert. Das Management geht davon aus, dass mit der Unternehmensstrategie „Forever Faster“ die Grundlage für eine langfristige positive Entwicklung gegeben ist.