Konzernlagebericht_Unterkapitel_B_Head

Ertragslage

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Darstellung der Ertragsentwicklung 2015 im Vergleich zu 2014
Im Ausblick des Geschäftsberichts 2014 prognostizierte PUMA für das Geschäftsjahr 2015 unter der Annahme geringerer Preisnachlässe und eines verbesserten Produktmixes einen leichten Anstieg der Rohertragsmarge. Sowohl beim operativen Ergebnis (EBIT) als auch beim Konzernergebnis stellte PUMA einen leichten Anstieg im Vergleich zu 2014 in Aussicht.

Aufgrund anhaltender negativer Währungseinflüsse mussten die Prognosen im Mai 2015 nach unten angepasst werden, da bereits im Vorfeld ergriffene Gegenmaßnahmen die belastenden Währungskurseffekte nicht vollständig ausgleichen konnten. Während die Umsatzprognose beibehalten werden konnte, rechnete PUMA nun mit einem Rückgang der Rohertragsmarge in einer Bandbreite von 100 bis 150 Basispunkten im Vergleich zum Vorjahr (2014: 46,6%). Das operative Ergebnis (EBIT) sollte währungsbereinigt zwischen € 80 und 100 Mio. liegen (Vorjahr: € 128,0 Mio.). Die Erwartungen für das Konzernergebnis wurden entsprechend der Anpassung des operativen Ergebnisses korrigiert.

Die angepassten Prognosen wurden im weiteren Jahresverlauf bestätigt und im Gesamtjahr 2015 im vollen Umfang erreicht.

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Rohertragsmarge
Der Rohertrag verbesserte sich im Geschäftsjahr 2015 um 11,2% von
€ 1.385,4 Mio. auf € 1.540,2 Mio.

Die Rohertragsmarge verringerte sich um 110 Basispunkte von 46,6% auf 45,5%, was hauptsächlich auf ungünstige Währungskurseffekte zurückzuführen ist. Neben dem starken US-Dollar wirkte sich auch die Entwicklung bei anderen wichtigen Währungen belastend aus.

Der Margenrückgang spiegelte sich in allen Produktbereichen wider: Die Rohertragsmarge im Segment Schuhe verringerte sich von 42,6% im Vorjahr auf 41,2%. Bei den Textilien war ein Rückgang von 49,5% auf 49,3% zu verzeichnen. Die Rohertragsmarge für Accessoires lag bei 48,0% nach 50,0% im Jahr 2014.


Sonstige operative Erträge und Aufwendungen

Die konsequente Kostenkontrolle hatte bei PUMA auch im Geschäftsjahr 2015 weiterhin eine hohe Priorität.

Von den Einsparungen ausgenommen waren Investitionen in die IT-Infrastruktur sowie Aufwendungen für erhöhte Marketingaktivitäten mit dem Ziel, PUMA als schnellste Marke der Welt zu repositionieren. Diese Maßnahmen umfassten unter anderem Medienkampagnen und das Sponsoring globaler PUMA-Markenbotschafter.

Der Betrieb und die Eröffnung weiterer Einzelhandelsgeschäfte trugen zur Erhöhung der Sonstigen operativen Aufwendungen und Erträge bei. Darüber hinaus haben sich die ungünstigen Währungskurseffekte belastend auf die Sonstigen operativen Aufwendungen und Erträge ausgewirkt. Sie erhöhten sich im Geschäftsjahr 2015 um 14,4% von € 1.276,8 Mio. auf € 1.460,5 Mio.

In Prozent vom Umsatz lag die Kostenquote bei 43,1% und damit nahezu unverändert auf dem Niveau des Vorjahres.

Innerhalb der Vertriebsaufwendungen kam es bei den Aufwendungen für Marketing/Retail zu einer deutlichen Steigerung um 16,3% von € 599,7 Mio. auf € 697,6 Mio. Diese Entwicklung steht vorrangig in Verbindung mit der konsequenten Weiterführung der „Forever Faster“-Markenkampagne sowie der gestiegenen Anzahl an eigenen Einzelhandelsgeschäften. Da der Anstieg leicht überproportional zur Umsatzentwicklung ist, erhöhte sich die Kostenquote geringfügig auf 20,6% (Vorjahr: 20,2%). Die übrigen Vertriebsaufwendungen beliefen sich auf € 442,8 Mio. und erhöhten sich damit um 11,3%. Die Kostenquote verringerte sich von 13,4% auf 13,1%.

Die Aufwendungen für Produktmanagement und Merchandising stiegen um 7,8% auf € 37,5 Mio. Die Kostenquote blieb mit 1,1% nahezu stabil (Vorjahr: 1,2%). Die Aufwendungen für Forschung und Entwicklung erhöhten sich um 22,7% auf € 56,7 Mio., was einer Kostenquote von 1,7% (Vorjahr: 1,6%) entspricht.

Die sonstigen operativen Erträge stiegen um 38,3% und summierten sich zum Ende des Geschäftsjahres auf € 23,9 Mio. (Vorjahr: € 17,3 Mio.). Die Verwaltungs- und allgemeinen Aufwendungen erhöhten sich um 16% auf € 249,8 Mio. Die Kostenquote der Verwaltungsund allgemeinen Aufwendungen lag mit 7,4% marginal über dem Vorjahrsniveau von 7,2%.

Abschreibungen sind in den jeweiligen Kosten mit insgesamt € 57,5 Mio. (Vorjahr: € 50,5 Mio.) enthalten. Dies entspricht einem Anstieg der Abschreibungen um 14,0% gegenüber dem Vorjahr.


Operatives Ergebnis (EBIT)
Das operative Ergebnis belief sich im Geschäftsjahr 2015 auf € 96,3 Mio. (-24,8% im Vergleich zum Vorjahr) und wurde deutlich durch negative Effekte aus anhaltenden Währungskursschwankungen belastet. Dieses Ergebnis liegt am oberen Ende der angepassten Prognose von € 80 bis 100 Mio.

Die operative Marge ging demzufolge von 4,3% auf 2,8% zurück.

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Finanzergebnis
Das Finanzergebnis veränderte sich von € -6,2 Mio. auf € -11,2 Mio. Belastend wirkten sich Aufwendungen aus Währungsumrechnungsdifferenzen aus, die zu einem Anstieg der Finanzaufwendungen geführt haben. Durch die Aufnahme von Fremdkapital erhöhten sich zudem die Zinsaufwendungen, die sich insgesamt auf € 14,4 Mio. summierten (Vorjahr: € 9,8 Mio.). Das Ergebnis aus dem assoziierten Unternehmen Wilderness Holdings Ltd, das ebenfalls in das Finanzergebnis einfließt, belief sich im Geschäftsjahr 2015 auf € 1,0 Mio. (Vorjahr: € 1,3 Mio.).


Gewinn vor Steuern (EBT)
Im Geschäftsjahr 2015 erwirtschaftete PUMA einen Gewinn vor Steuern von € 85,0 Mio., was einem Rückgang von 30,2% gegenüber dem Vorjahr (€ 121,8 Mio.) entspricht. Der Steueraufwand lag bei € 23,3 Mio. (€ 37,0 Mio.), woraus sich eine Steuerquote von 27,5% (30,4%) ergibt.


Nicht beherrschenden Gesellschaftern zuzurechnende Ergebnisse

Ergebnisse, die den nicht beherrschenden Gesellschaftern an PUMA Wheat, PUMA Janed und PUMA Kids Apparel North America zuzurechnen sind, erhöhten sich um 18,4% auf € 24,6 Mio. (Vorjahr: € 20,8 Mio.). PUMA Wheat und PUMA Janed vertreiben auf dem amerikanischen Markt Accessoires, PUMA Kids Apparel konzentriert sich auf Kleidung für Kinder.


Konzernergebnis
Das Konzernergebnis lag im Geschäftsjahr 2015 bei € 37,1 Mio. und damit im Rahmen der Erwartungen der angepassten Prognose. Ausschlaggebend für den Rückgang waren vorrangig die anhaltend ungünstigen Entwicklungen der Fremdwährungskurse und deren negative Auswirkungen auf die Rohertragsmarge. Infolgedessen verringerte sich der Gewinn pro Aktie sowie der verwässerte Gewinn pro Aktie auf € 2,48 (Vorjahr: € 4,29).