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Gebäudesicherheit

Zwei Jahre nach dem Einsturz der Fabrik Rana Plaza in Bangladesch mit verheerenden Folgen hat die Arbeit des Bangladesch ACCORD für Brandschutz und Gebäudesicherheit erste handfeste Ergebnisse hervorgebracht. Die Gebäude aller sieben PUMA-Zulieferer im Land wurden auf Struktursicherheit und Brandschutz überprüft und 650 Korrekturmaßnahmen festgelegt. Bis heute wurden mehr als 300 Mängel behoben; die Umsetzung der restlichen Empfehlungen werden wir weiterhin kontrollieren.

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Da das Thema Gebäudesicherheit neben Bangladesch auch andere Länder entlang unserer Beschaffungskette betrifft, haben wir unsere diesbezüglichen Aktivitäten auf China, Vietnam und Kambodscha ausgeweitet.
Bis heute wurden zehn Zulieferer in China, sechs in Kambodscha und 18 in Vietnam im Rahmen der PUMA-Initiative für Gebäudesicherheit überprüft. 2016 wollen wir die Kontrollen auf mindestens ein zusätzliches Land erweitern.

Produktsicherheit/Schadstoffliste

Der Schutz der Gesundheit unserer Kunden hat für PUMA oberste Priorität. Daher arbeiten wir bereits seit 15 Jahren mit einer Schadstoffliste (Restricted Substances List, RSL) sowie mit Richtlinien zur Kontrolle derselben. Sämtliche Materialien, die in PUMA-Produkten verwendet werden, werden vor der Produktion mit der RSL abgeglichen und kontrolliert. Von diesen Vorgaben sind lediglich diejenigen Materialien ausgenommen, die nach OEKO-TEX® oder bluesign® zertifiziert wurden und unsere Vorgaben an die Produktsicherheit bereits im Rahmen dieser Zertifizierung erfüllen. Die aktuelle Version der PUMA-RSL ist  hier zu finden.

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Tabelle 8 gibt Aufschluss über die Ergebnisse der Kontrollen anhand der PUMA-RSL in den letzten drei Jahren. In der Regel umfasst ein Prüfbericht mehrere geprüfte chemische Substanzen. Selbst wenn nur eine Substanz nicht den RSL-Vorgaben entspricht, fällt der Bericht für das gesamte Material in der Statistik unter die Durchfallquote. 7,7% der getesteten Materialien, die in einem oder mehreren Aspekten nicht der RSL entsprachen, wurden nicht zur Produktion zugelassen. Der Grund dafür wurde identifiziert und behoben und das Material wurde erneut getestet. Den Daten liegt unsere 2015 eingeführte RSL-Datenbank zugrunde. Die Ergebnisse der RSL-Kontrollen unserer Lizenznehmer und Tochtergesellschaften werden nicht mehr separat, sondern in den jeweiligen Produktsegmenten ausgewiesen.

Der Anstieg der Durchfallquote von 4% auf 8% ist auf die Herabsetzung der Grenzwerte in unserer RSL im Jahr 2014 sowie auf die strikteren Vorgaben in Bezug auf die Berichterstattung in unserer neuen RSLDatenbank zurückzuführen.

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Grafik 7 zeigt die am häufigsten gefundenen Substanzen der durchgefallenen Materialien. Grenzwertüberschreitungen wurden vor allem bei Lösungsmitteln, APEOs und dem pH-Wert festgestellt. Wie bereits beschrieben, werden Materialien, die einen Test nicht bestanden haben, nicht für die Herstellung von PUMA-Produkten zugelassen und die Zulieferer werden bei der Mängelbehebung unterstützt. Die in Grafik 7 gezeigte Auswertung auf Substanzebene bietet somit einen Überblick über die Ergebnisse unserer Zulieferer und ermöglicht uns die Gründe für die Mängel zu identifizieren. Darauf aufbauend können wir unseren Partnern entlang der Beschaffungskette Schulungen zu speziellen Chemikalien oder anderen abgestimmten Themen anbieten.

Geringerer Einsatz von Lösungsmitteln in der Schuhproduktion
Der Einsatz von Lösungsmitteln in der Schuhproduktion betrifft die Gesundheit unserer Kunden und die Gesundheit und die Arbeitssicherheit der Arbeiter in der Produktion.

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Bereits 2003 haben wir uns zum Ziel gesetzt, den Lösungsmittelanteil in der Schuhproduktion langfristig auf 25 Gramm pro Paar zu beschränken.

Zwölf Jahre danach haben wir dieses Ziel zwar erreicht, wollen jedoch noch darüber hinausgehen: Mittelfristig haben wir die Beschränkung auf 20 Gramm pro Paar und auf lange Sicht die komplette Eliminierung von lösungsmittelbasierten Prozessen und deren Ersatz durch Alternativen auf Wasserbasis zum Ziel, sofern dies technisch möglich wird.