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Soziale Aspekte

Fabrik-Auditierungen ermöglichen ein unmittelbares Bild von der Einhaltung unseres Verhaltenskodex bei unseren Zulieferern und sind daher nach wie vor das wichtigste Kontrollinstrument in dieser Hinsicht. Im Rahmen unserer Nachhaltigkeits-„Scorecard 2015“ hatten wir uns zum Ziel gesetzt, dass 90% der PUMA-Zulieferer bis 2015 eine A bzw. B+ Bewertung erreichen. Für die Auditierung von Fabriken und die Überprüfung der Einhaltung unseres Verhaltenskodex setzt PUMA auch weiterhin auf die Einteilung in das Bewertungsschema A, B+, B-, C und D. Weitere Informationen zu PUMAs Auditierungsprogramm sind hier zu finden.

Beim Vergleich der Bewertungen über die Jahre ist zu berücksichtigen, dass wir die Methodik 2014 neu aufgesetzt und um 123 Fragen (von 200 auf 323) erweitert haben. Des Weiteren haben wir strengere Strafen bei Nichteinhaltung kritischer Punkte eingeführt. Durch diese Anpassung ist es für Zulieferer schwieriger geworden, A oder B+ Bewertungen zu erhalten. Aus diesem Grund haben wir 2014 das Ziel von 90% A oder B+ Bewertungen (nach der früheren Methodik) auf 70% A oder B+ Bewertungen (nach der neuen Methodik angepasst).

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Die nachstehende Tabelle zeigt die Auditierungs- Bewertungen der Zulieferer unserer Beschaffungsorganisation PUMA Group Sourcing der Lieferantenebene 1 (Tier 1) in den Jahren 2014 und 2015. Unter Berücksichtigung der genannten Anpassungen erzielten 152 Zulieferer (67%) eine Bewertung von A oder B+. Auf das Produktionsvolumen der Zulieferer bezogen ergibt dies einen Anteil von 80%.

Im Hinblick auf die absolute Anzahl der Zulieferer haben wir unser Ziel für 2015 – 90% unter dem alten bzw. 70% unter dem neuen Bewertungssystem – verfehlt; im Hinblick auf das Produktionsvolumen und die strengere neue Bewertungsmethodik haben wir es jedoch erreicht: 80% unseres Produktionsvolumens 2015 stammten von A oder B+ Zulieferern.

Für die Zukunft planen wir, unsere Hauptzulieferer nicht mehr nur nach Audit-Ergebniskategorien zu bewerten, sondern auch bestimmte individuelle Kennzahlen zu messen, wie zum Beispiel den Grad der Abdeckung durch eine Sozialversicherung, die Anzahl geleisteter Überstunden oder die gezahlte Vergütung im Vergleich zum Mindestlohn. 2015 haben wir diese Kennzahlen bereits für unsere Hauptzulieferer in China ausgewiesen.

Des Weiteren beabsichtigen wir die Ausweitung unserer Auditierungen auf die unteren Lieferantenebenen entlang von PUMAs Beschaffungskette. Damit wollen wir nicht mehr 100% aller Tier-1-Zulieferer (ungeachtet ihrer Größe) evaluieren, sondern 80% unserer Zulieferer – dafür aber einschließlich deren Lieferantenebene 1 sowie ihrer Teile- und Materialzulieferer.

 

„Das Pariser Klimaabkommen vom Dezember 2015 steht für eine globale Energiewende. Für Unternehmen ist in diesem Kontext das Management der Lieferketten von herausragender Bedeutung. PUMA geht mit seiner Nachhaltigkeitsstrategie den richtigen Weg, um Klimaschutz noch tiefer und wirkungsvoller in der Wertschöpfungskette zu verankern und das Unternehmen konsequent auf eine 2°-Wirtschaft auszurichten.“

Sabine Nallinger, CEO, Stiftung 2°

 

Ökologische Aspekte

Bei den Zielen für unsere Aktivitäten im Bereich der ökologischen Nachhaltigkeit für 2015 haben wir zwischen unseren eigenen Standorten (Büros, Geschäfte und Läger) und unseren Hauptzulieferern differenziert.

Energieverbrauch
Energieverbrauch und CO2-Emissionen
Der Energieverbrauch und und die CO2-Emissionen setzen sich vorrangig
aus folgenden Positionen zusammen:

– Stromverbrauch in unseren Büros und Gebäuden
– Verbrauch von Erdgas bzw. Fernwärme zum Heizen unserer Büros
– Kraftstoffverbrauch für unsere Firmenfahrzeuge

Die Senkung dieser Verbräuche schafft eine win-win-Situation: Die Reduzierung unseres ökologischen Fußabdrucks bedeutet zugleich Kosteneinsparungen durch energieeffizientere Gebäude, Heizanlagen und Firmenfahrzeuge.

2015 konnten wir die Emissionen des PUMAFuhrparks von 227 Firmenwagen in der Unternehmenszentrale in Herzogenaurach zum Beispiel durchschnittlich von 132 g CO2/km auf 122 g CO2/km reduzieren und dadurch allein in Deutschland ca. € 30.000 einsparen.

2015 eröffnete der erste PUMA-Store mit unserem neuen „Forever Faster“-Store- „Das Pariser Klimaabkommen vom Dezember 2015 steht für eine globale Energiewende. Für Unternehmen ist in diesem Kontext das Management der Lieferketten von herausragender Bedeutung. PUMA geht mit seiner Nachhaltigkeitsstrategie den richtigen Weg, um Klimaschutz noch tiefer und wirkungsvoller in der Wertschöpfungskette zu verankern und das Unternehmen konsequent auf eine 2°-Wirtschaft auszurichten.“ Sabine Nallinger, CEO, Stiftung 2° Design, in dem ausschließlich energieeffiziente LED-Beleuchtung zum Einsatz kommt. Bis Ende 2015 hatten 20 PUMA-Geschäfte weltweit das neue Konzept übernommen und setzen heute ganz auf energieeffiziente Beleuchtung. Die Installation der ersten LEDs in unseren Geschäften ging einher mit professionellen Energieeffizienz-Auditierungen in PUMAGeschäften an Standorten in Frankreich, Deutschland und Großbritannien.

Insgesamt konnten wir unseren Energieverbrauch zwischen 2010 und 2015 in relativen Zahlen um 6% pro Mitarbeiter senken. In absoluten Zahlen stieg der Energieverbrauch um 8%.

Damit betrug die relative Senkung von CO2-Emissionen der Stufe 1 (direkte Emissionen) 20% und 13% bezogen auf die Stufe 2 (indirekte Emissionen). Unterstützt wurde dieser Rückgang maßgeblich durch den vermehrten Zukauf von Strom aus erneuerbaren Energien, von 10% (2011) auf 14% (2015), sowie durch die Nutzung der Energie aus den Fotovoltaik Anlagen in unserer Unternehmenszentrale und dem PUMA-Store in Herzogenaurach sowie unserer Zentrale in den USA.

1. Inklusive PUMAs eigener Büros, Läger und Geschäfte; ohne ausgelagerte Läger und Franchise-Geschäfte.

2. Inklusive Papierverbrauch in Büros, Lägern und Geschäften; ohne Kartonagen und Papiertüten.

3. Inklusive Hochrechnungen und Schätzungen, wenn keine Daten verfügbar waren.

4. Ohne am Standort erzeugten und verbrauchten Strom und ohne am Standort erzeugten Strom, der gegen Gebühr ins Netz eingespeist wird.

5. Inklusive eigener Hersteller in Argentinien; die sonstige Produktion ist an eigenständige Zulieferer ausgelagert; einige Lageraktivitäten sind an eigenständige Logistikdienstleister ausgelagert; ohne Franchise-Geschäfte.

6. Daten von Geschäften basieren auf Musterläden in jedem Land und wurden für den Gesamtverbrauch extrapoliert; methodologische Veränderungen über die letzten drei Jahre beeinflussen die Ergebnisse.

7. Zur Messung seiner eigenen CO2-Emissionen nutzt PUMA eigene, auf dem GHG-Protokoll basierende Methoden, weist jedoch nur CO2-Emissionen und keine CO2-äquivalenten Emissionen aus.

8. Zur Messung seiner eigenen CO2-Emissionen nutzt PUMA eigene, auf dem GHG-Protokoll basierende Methoden, weist jedoch nur Daten zu Geschäftsreisen, Warentransport und zur Produktion der Lieferantenebene 1 für Stufe 3 aus.

Die nachstehende Tabelle T.2 zeigt unsere Leistungsbilanz im Vergleich zu den Zielen:

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CO2-Emissionen aus dem Warentransport

Da die Mehrheit der PUMA-Produkte in Asien produziert und weltweit vermarktet wird, ist der Warentransport einer der wesentlichen Verursacher von CO2-Emissionen.

Der Anstieg um 11,7% von 51.784 auf 57.828 Tonnen CO2 entspricht dem vermehrten Warentransport aufgrund von PUMAs neuer strategischer Ausrichtung. Die Emissionen pro transportierter Tonne sind über die letzten Jahre konstant geblieben, was das Resultat von sorgfältiger Planung und der Umsetzung der Richtlinien und Programme zur besseren Raumauslastung und zum Einsatz der besten verfügbaren Transportmittel für die jeweiligen Geschäftsaktivitäten ist.

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Emissionen aus Kurierdiensten werden von PUMAs Mehrheitsaktionär Kering in Paris separat ausgewiesen. Derzeit machen diese Emissionen weniger als 3% unserer weltweiten B2B-Emissionen aus.

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Wie aus der Tabelle zu entnehmen ist, haben wir unser Ziel, die CO2-Emissionen zwischen 2010 und 2015 um 25% zu verringern, deutlich verfehlt. Nichtsdestotrotz verfolgen wir dieses Ziel weiterhin und werden auch in Zukunft unsere Partner und Dienstleister dazu anhalten, Transportfahrzeuge und -dienste effizienter zu nutzen bzw. zu gestalten. Dieses Ziel wird durch die bereits durchgeführte Optimierung unserer Lieferkette unterstützt. Wir sind uns der Tatsache bewusst, dass unsere Ziele noch ambitionierter sein müssen, wenn wir dazu beitragen wollen, die Klimaerwärmung auf zwei Grad oder weniger zu beschränken. Obwohl PUMA nur einer von vielen Beteiligten an der globalen Klimadebatte ist, sind wir bereit, unseren Teil zu leisten und haben uns verpflichtet, gemeinsam mit Klimaexperten des WWF, des Carbon Disclosure-Projekts und der Stiftung 2° ein wissenschaftlich fundiertes Ziel für PUMA aufzustellen und dieses Ziel innerhalb der nächsten zwei Jahre in die Praxis umzusetzen.

 

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Wasserverbrauch

Wasserverbrauch
Da der Großteil des Wassers, das an PUMA-Standorten verbraucht wird, in Sanitärräumen und Küchen anfällt, beschränken sich die Möglichkeiten zur Reduzierung des Wasserverbrauchs auf die effiziente Nutzung von Toiletten, Wasserhähnen und Spülmaschinen. In der Unternehmenszentrale in Herzogenaurach nutzen wir zudem Regenwasser in Bereichen, in denen kein Trinkwasser erforderlich ist.

In relativen und absoluten Zahlen haben wir 2015 22% bzw. 11% eingespart und damit unser Ziel knapp um 3% verfehlt. Bei einem Durchschnittspreis von zwei Euro pro Kubikmeter konnten wir durch die Vermeidung von 12.000 m3 Leitungswasser Kosten in Höhe von ca. € 25.000 einsparen. Für die kommende Zielperiode verlagern wir unseren Fokus beim Wasserverbrauch von unseren eigenen Standorten auf Frischwasserverbrauch und Abwasserbehandlung entlang unserer Beschaffungskette, da diese bedeutend mehr Auswirkungen auf unseren ökologischen Fußabdruck haben.

 

ABFALL
Abfall
Große Mengen an Abfall fallen durch Papier in unseren Büros, Verpackungsmaterialien in unseren Lagern und Produktverpackungen in unseren Geschäften an.

Dieser Abfall ist jedoch größtenteils recycelbar. Durch die Trennung und das Recycling von Kartonagen und Papier als sekundärem Rohmaterial nehmen wir wiederum teilweise Geld ein und senken unsere Entsorgungskosten insgesamt.

Zwischen 2010 und 2015 konnten wir den recycelbaren Abfallanteil auf 59% erhöhen und das Abfallvolumen pro Mitarbeiter signifikant um 32% senken.

Damit haben wir unser Ziel erreicht, 2015 unser Abfallvolumen um 25% zu verringern. Auch in Zukunft beabsichtigen wir, Abfallentstehung und -recycling weltweit zu bemessen. Bis 2020 konzentrieren wir uns dabei – wie auch beim Wasserverbrauch – stärker auf unsere Zulieferer als auf unsere eigenen Standorte, da entlang der Beschaffungskette wesentlich mehr Abfall produziert wird als an PUMA-Standorten.

 

Papier
Papierverbrauch
An unseren eigenen Standorten konnten wir den Papierverbrauch (Produktverpackungen nicht mitgerechnet) in den letzten fünf Jahren erheblich senken. Sowohl beim durchschnittlichen Verbrauch pro Mitarbeiter (-44%) als auch beim Gesamtverbrauch (-36%) haben wir unser Ziel einer Senkung um 25% erreicht.

Somit konnten wir nicht nur Papierkosten sparen, sondern auch unser Abfallvolumen, das hauptsächlich aus Papier und Kartonagen besteht, deutlich reduzieren. Die Hochrechnung der Einsparungen bei Papierkosten bei einem Preis von einem Euro pro Kilogramm Büropapier ergibt geschätzte Gesamteinsparungen von über € 100.000 im Jahr.

Neben dem vermeidbaren Papiervolumen haben wir auch den Anteil von recyceltem bzw. zertifiziertem Papier an unseren Standorten stetig erhöht. Waren es 2010 noch 47%, sind heute 56% unseres Papiers zertifizierten und/oder recycelten Ursprungs. Diesen Anteil wollen wir in Zukunft weiter steigern.

Dessen ungeachtet wollen wir auch beim Papier- und Kartonagenverbrauch unseren Fokus und unser Ziel von der Unternehmensauf die Zuliefererebene verlagern. Der erste wichtige Schritt hierbei war die Einführung eines FSC®-zertifizierten Standardschuhkartons, der zu über 90% aus recyceltem Papier besteht. Im Vergleich: Mit dem neuen Schuhkarton verwenden wir ca. 50-mal mehr recyceltes und zertifiziertes Papier als in allen unseren Büros, Geschäften und Lägern weltweit.